Sie sind hier:

News Archiv 2008

News Archiv 2007

Allgemein:

Startseite

Kontakt

Impressum


Am Wochenende um den Freitag den 13. April gab es einige aufregende Zwischenfälle auf der Goding.
Von der Wetterlage her hatten wir eine Starke Ostlage laut Austrocontrol, es sah alles nach einen stark Thermischen Wochenende aus.
Den Anfang des ganzen machte Hanns, er startete an Donnerstag am späteren Nachmittag und versuchte es gleich am Hausport wo er auch gleich eine Überhöhung de Startplatzes hatte. Danach ging er nach links um weiter zu drehen. Der durch die starke Thermik verursachte Talwind hat ihn weit versetzt wo er dann ins Lee kam und in starkes saufen geriet. Die Konsequenz war eine Baumlandung. Hanns blieb Gott sei Dank unverletzt.

Ist kein schöner Anblick wenn man seinen Schirm so hängen sieht, aber die Bergrettung hat nach dem sie Hanns vom Baum geholt haben auch seinen Schirm geborgen.

Hier Sepp von der Bergrettung auf dem weg zum Schirm, mittlerweile der Beste Freund jedes Gleitschirmfliegers und dessen Schirm. Nach einer weile am Baum und einige Sägeeinsätzen von Sepps Handsäge war der Schirm auch schon geborgen.

Da lacht er wieder der Hans wenn er seinen Schirm im Arm halten kann.

So, dann am Samstagnachmittag war ich ( Wolfi ) mit meiner ungewollten Einlage an der Reihe. Ich startete so gegen 15:15 hinter einigen Drachen und Stieg auch gleich in eine Port ein. Christian von den Radsbergern war mit mir im gleichen Port. Wir kurbelten mit ca.3-4m / sek. Alls war den umständen entsprechen und nichts auffälliges, außer des der Port fast senkrecht über den Startplatz ging und sogar ein bisschen Talwärts versetzt war.
Ich sah kurz aufs Vario und hatte 2100 m drauf, ich nahm mir vor die 2200 m voll zu machen und dann los Richtung Süden zu fliegen.
Dazu kam es aber nicht, genau auf 2147 m ( laut Vario) schoss mein Schirm schlagartig ohne Vorankündigung nach links in die Kurveninnenseite, mein erster Gedanke nach dem Zerstörer, war der Full Stall der da noch was retten könnte, was aber schon zu Spät war, der Schirm war schon getwistet und die Bremsen festgefroren. Das ganze spielte sich in Bruchteilen einer Sekunde ab, so etwas ähnliche hatte ich bis jetzt noch nicht erlebt, wobei ich aber schon viel mitgemacht habe in der Luft. Ich zögerte nicht lange und warf in gut 2000 m den Retter, der auch schlagartig öffnete ( gepackt Skyvalley ). Ich kam in eine unangenehmen Drehung und wusste ich muss den Hauptschirm einhohlen, was mir auch nach einiger Anstrengung gelang. Der restlich Abstieg war zum vergleich zum Stress davor eher entspannend. Ich kam mit 4-6 m sinken runter und landete auf der höchsten Fichte die auf der Goding steht.

Am Baum gelandet schnallte ich mich ab und gab gleich bescheid das mir nichts passiert ist, und das ich gleich selbst runter steigen werde. Diesen Plan verwarf ich aber gleich wieder als ich nach einigen Metern abstieg feststellen musste das der scheiß Baum die letzten 20 m keine äste mehr hatte. So machte ich es mir auf einem Ast gemütlich und wartet auf unser Freude die Bergrettung.


Ich in 25 m Höhe auf Fichte 17.

Das war meine Perspektive vom Baum mit dem Handy fotografiert. Die Bergrettung hat dann mich und meinen Schirm vom Baum geholt.

An dieser Stelle ein Lob und ein herzliches Dankeschön an die Männer der Bergrettung die sich selbst in Gefahr bringen um uns und unser Gerät zu bergen. Danke Jungs.

So Hans nimm dir den Abstieg nicht so zu Herzen, zumal wir nicht die einzigen an diesem Wochenende waren, den in der Groden ist auch einer mit dem Retter runter ( auch unverletzt), und nach einiger Zeit sind die Schmäs der Fliegerkollegen auch vorbei.

Gruß
Wolfi