Walter, Ewald, Hannes und ich, Beatrice wollten endlich wissen, ob wir einem Liga-Bewerb wie dem „ Petzen- Open „(Sa und So 14. +15. Juli) schon gewachsen sind. Die Petzen ist ja bekannter(oder besser unbekannter) Weise ein spezieller Flugberg. Nach Norden ausgerichtet- aber dafür mit einer ( nicht klimatisierten) Gondel bis zum Startplatz.
Ca. 40 Piloten- die meisten mit Wettkampferfahrung haben sich diesem Streckenflugbewerb gestellt. Hannes hatte Heimvorteil durch seine Mitgliedschaft im Petzenfliegerverein.
Walter nahm gleich den Tandem und dachte sich, dass er mit einem Copiloten wie Ewald nicht so allein am Berg nahe der slowenischen Grenze fliegen muss und ich wollte wie immer alte Freunde treffen, Spaß haben und auch mitfliegen.
Am Samstag wurde die Strecke zum Hochobir und retour 54 KM (gespickt mit etlichen Wegpunkten) ausgeschrieben. Für diesen Tag wie sich im nachhinein herausstellte eine sehr selektive Strecke.
Es kam meine Stunde der Wahrheit und so musste ich mir endlich ein paar Fragen stellen (gaaaaanz leise...): Wie funktioniert eigentlich mein GPS?, Sind alle Wegpunkte zweisprachig? Und wer ist der fesche Kerl am Laptop?
Gottseidank gibt es auch unter den Ligapiloten sehr hilfsbereite Frauenversteher, die mir einige Einführungsstunden in das Menü meines GPS gaben.
Und los ging es. Traumhaftes Wetter , traumhafter Ausblick auf das Jauntal- in der Ferne unsere geliebte Koralpe...
Alle waren zwar ganz neugierig auf die Streckenführung- der erste Blick auf den Windsack (Westwind) ließ uns dann doch noch etwas warte
Langsam kam der Wind von vorne und so ca. gegen 14 Uhr ging’s los.
Nach einigen hartumkämpften Kilometern (um in die Wertung zu kommen musste man mehr als 5 km schaffen) bin ich dann doch gelandet
Meine Ausrede: ich wollte noch schwimmen gehen... Seltsam- Walter und Ewald dachten genauso und landeten kurz nach mir in Globasnitz. Nicht nur wir sind hier gelandet, auch viele Ligapiloten und Streckenflieger haben sich zu uns gesellt, was uns dann fast wieder ein bisschen stolz machte.
Hannes kämpfte bis zum Hochobir (ja ja der Heimvorteil) und kam erst auf dem Rückweg auf Badegedanken.
Einige Ligapiloten schafften die Strecke und die Anderen gingen mit uns in einem wunderschönen Naturbadeteich schwimmen und nachbesprechen
Genug gefaselt! Der Abend klang bei gutem Essen, etlichen Getränken und Lagerfeuer frühmorgens aus. Nächsten Tag hatte Hannes mindestens so viele Augenringe wie absolvierte Streckenkilometer...
Am Sonntag war als 2.Task eine Flachlandstrecke geplant, die leider wegen eines Pilotenabsturzes nach dem Start (laut Organisatoren ist ihm gottseidank nichts schlimmes passiert) abgesagt werden musste.Nach dem Hubschrauberabtransport war Freifliegen angesagt.Eigentlich war mir die Lust ziemlich vergangen und ich wollte nur runter, aber die aufgeheizte Luft über den Feldern hat es nur schwer zugelassen (Ein Pilot hat vom Steigen mit angelegten Ohren berichtet..
Am späteren Nachmittag ging es zur Siegerehrung und siehe da: Wir „ Lovntola“ haben alle gewonnen- Walter und Copilot Ewald an Erfahrung, Hannes den 3.Platz in der Landesmeisterschaftswertung und ich wurde dank Frauenmangels 2., also Kärntner Vizelandesmeisterin (mit Medaille !)
Gratulation an unseren Nachbarverein : Super Organisation vom gesamten Team um Manfred Marte!!! Es war eine spitzen Veranstaltung.
Petzen- wir kommen wieder, und das nächste Mal nehmen wir unsere Geheimwaffe mit- die talentiertesten Flieger vom Lavanttaler Gleitschirmflieger Club! Hoffentlich sind das dann aber mehr als drei?
Es grüßt Euch alle Beatrice,
Walter, Ewald und Johannes!












