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Eindrücke zum 6.LGM

Clubausflug Meduno 08

Moyes Meeting 2008

Fliegerfest der Flugsportfreunde

Ausflug Schmittenhöhe Zell am See 2008

5.Lav. Gleitschirmmeeting 08

Fasching 08 Schimmelzug

Petzen Open 07

Radsberg Open 07

4. Lavanttaler Gleitschirmmeeting

Hohe Wand Pokal 2007

Sicherheitstr. Gardasee 2006

Ausflug Meduno

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„Begleitest mich zum Fliegen nach Italiern?“Dieser Satz liegt mir seit längerem im Ohr, „an den Gardasee, da kannst eh auch Bergsteigen“
Gardasee? Kenn ich nicht, dachte ich mir, da muß ich ich hin. Ging nicht,Terminverschiebung.
„Fahr ma mit dem Walter nach Castellucio?“ Castellucio? Kenn ich, da muß ich hin, dachte ich mir , da kann ich eh auch Bergsteigen. Ging nicht, Italientief, oder so.
„Du, fahr ma mit den Radsbergern nach Meduno, in die Ebene?“ Meduno, Ebene? Kenn ich nicht, da kann ich nicht Bergsteigen.

Freitag den 2. November 2007, packten wir unsere siebzehntausend Sachen, Käffchenmaschine und Bergschuhe inkludiert, in unseren liebgewordenen Eventbus, und fuhren bei strahlendem Sonnenschein gen Süden. Über einige Umwege in ehemals erdbebengeschüttelte Dörfer, ramschgefüllte Shoppingcenter, staubig trockene paninis und übersüßte, aber billige Kaffeepausen, erreichten wir mit einer viel zu kleinen Italienkarte das sagenumwobene Fliegerparadies Meduno.

Die Begrüßung am Lande- und Campingplatz verlief trocken (10 € für 2 Personen und 2 Nächte) und während ich mein „Hurra-ich-bin-da-Bier“ genoss, machte sich Beatrice bereits auf den Weg bekannte Gesichter zu suchen. Kurze Zeit später packte uns jedoch trotzdem der Hunger und wir machten uns auf dem Weg ins Dorfinnere. Unsere Nahrungssuche endete in der nächsten Provinzstadt, die uns allerdings aufgrund des frühen Abends die feine Nahrungsaufnahme verweigerte. Da blieb uns nur das Pizzaeck in einer nicht sehr frequentierten Pizzabude.

Standheizung hin , Daunenschlafsack her, mir war nicht kalt .Mit Käffchen und Bauli, und der Feststellung unseres Campingnachbars zu seinen Kumpanen „DU, die beiden haben sind eine komische Zusammenstellung. Sie fliegt und er geht Geschirrabwaschen!“, begann ein herrlich sonniger Tag, bei dem ich Beatrice sehr bald aus den Augen verlor. Es wimmelte auf dem Landeplatz nur so von Flugwütigen und der alte Shuttlebus des hiesigen Vereins ächzte unter der Last der Passagiere und deren schauderhaften Geschichten.

„Naja, wir werden uns schon wieder sehen, oben…“ dachte ich mir, zippte aufgrund des Sonnenscheins meine Hose ab (eine Tat die ich noch bereuen werde) und schnürte meine Bergschuhe. Auf der Suche nach dem Einstieg in den Wanderweg, verirrte ich mich in einige Vorgärten, die Freundlichkeit manch potentieller italienischen Schwiegermutter machte die Verirrung aber wieder wett.

Ja, einen Wanderweg gibt es auf den Monte Valinis, wenn auch die Mehrheit den nur von oben gesehen hat. Anfangs gings auch gut bergan, später wurde er zunehmend ausgesetzter, bis er irgendwann ganz verschwand. Wie auf einem dornigen Klettersteig (kurze Hose!) kroch ich alsbald auf allen Vieren nach oben, ständig ober mir das Gepiepse und das Gejodle von Fliegern, als wie wenn die Geier schon auf den verirrten Wanderer warten würden. Irgendwann war auch die letzte steile Wiese erklommen, und die idyllische Rast auf dem Gipfel samt Fernblick bis ans Meer wurde nur durch Horden von Paragleitern gestört. Kurz unterhalb des Gipfels traf ich auf Beatrice und auf den Radsberger Club.


Gezählte 65 Schirme befanden sich in der Luft und ein ständiges Durcheinander aus Landenden, Rastenden und Startenden machten die Übersicht nicht leichter. Da geh ich lieber durch Dornen, ganz allein, nur mit den Geiern über mir

Der Abstieg glich dem Aufstieg, obwohl ich eine Variante zum Aufstieg wählte, verhielt es sich mit den Dornen gleich. Unten angekommen verwandelte sich der Landeplatz in einen „Hurra-ich-bin-unten-Bier-Platz“ und ich schloss mich der allgemeinen Stimmung an. Nach kurzer Beratung und Degustation verschiedenster Geburtstagstorten, wurden wir vom Radsberger Club zum Abendessen eingeladen. „Zum Papagei, kennst eh? Oder?“ Kenn ich nicht, dachte ich mir, da muss ich hin. Wir wurden verwöhnt mit dreierlei pasta, Wein und Bier auf Zuwinken, wackligen Sesselchen zum Rauchen vor der Tür, und tatsächlich half ein sprechender Papagei bei der allgemeinen Belustigung. Nach viel Fliegergeschichten und viel Bier war auch dieser netter Abend bald vorbei, die folgende Nacht im Bus war durch das gleichmäßige Surren der Standheizung und des vorgehenden „Gute-Nacht-Biers“ erträglich.

Am Sonntag machten wir uns auf dem Heimweg, diesmal auf dem direkten Weg, mit ein bisschen Kopfweh und vielen neuen Freunden und Erlebnissen im Gepäck.
„So was machen wir auch mit unseren Leuten einmal, Clubausflug nach Meduno“ murmelte Beatrice während der Fahrt, worauf ich gleich wieder in einen Tagtraum verfiel: „ja, genau, und ich mach für euch ein Base-Camp unten, mit großem Zelt, mit Österreichfahne vor der Tür, mit Verpflegung, Griller, Kühlschrank voll mit Bier, nein, noch besser, Bier vom Fass, wo man sitzen bleiben kann zum Rauchen….“

Michi