Nach kurzfristigen Ausreden am Telefon machte sich eine Lavanttaler Delegation des LGFC auf dem Weg zum Chiemsee, zum schon legendärem Moyes Meeting.
Freitagnachmittag ging`s los, mit von der Partie waren Daniel, Karina, Tiefi, Nössler Manu und meine Wenigkeit mit Andrea und Chrisi. Unser Muhrer Michi mit seiner Begleitung Marie war der einzige Vertreter der Gleitschirmzunft. Er suchte den Weg zum Chiemsee über das Murtal, wobei wir mit unsrem Convoy über den Katschberg unser Glück versuchten, da sich Stau von ca. 10 km Länge vorm Katschberg ankündigte.
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Trotz Pausen schafften wir den Weg in ca. 4 Stunden zum Meeting, was mich noch immer wundert, denn Daniel pflegt einen Fahrstiel der an einen Veteranenausflug des Steyer Daimler Traktoren erinnert, die Dinger stehen in Wolfsberg im Museum. Aber gut… ich ersparte mir Straftickets die üblicherweise bei mir immer anfallen.
Manu hat mir noch in letzter Sekunde vor Ort ein Zimmer organisiert, den ansonsten hätten wir die Nacht im Zelt verbringen müssen!
Samstag nach dem Frühstück machte Schlepper Erich seine Moze startklar, denn er wird die nächsten zwei Tage im Cockpit verbringen – Rundflüge und Schleppen. Klaus und Erich sind übrigens schon am Donnerstag mit der Moze raus geflogen. Ein abenteuerliches Unterfangen laut Klaus seinen Erzählungen. Morgens in 4000 m über der Wolkendecke in Richtung Chiemsee mit vereistem Vergaser fliegen hat sicher was für sich. – „und oarsch kolt woars, mir sind die Zeachn fast obgfrorn“ Ich habe nicht nachgefragt, aber ich hoffe doch das er Schuhe an hatte!
Klaus wurde nämlich durchs Mikro als „barfuss fliegender Kärntner Indianer“ bezeichnet. Aussage von Skyline Wolfi.
Wie schon erwähnt, Erich war die meiste Zeit mit Rundflügen und schleppen der Drachen beschäftigt. Sein Kollege Bob aus den USA flog ebenfalls ein Dragonfly, allerdings mit schwächeren Motor, was man auch hörte, denn die Kiste schrie im roten Drehzahlbereich deutlich hörbar um Hilfe.
Trotzdem machte der Pilot einen entspannten Eindruck, wenn wundert’s der Typ soll angeblich 65 000 Schlepps hinter sich haben, ja 65.000! Keine Ahnung wie alt der Typ ist, schätze a bissl jünger als die Koralm
Interessiert beobachteten die Einheimischen - teilweise auch nicht Flieger den Schleppbetrieb, es ist ein spannendes Ereignis wenn die Moze beim Schlepp voll beschleunigt, - stolpert der Pilot oder nicht? Nein es ist
keiner gestolpert aber atemberaubende Notklings über unseren Köpfen konnten wir schon beobachten, ist aber auch nicht unbedingt einfach einen Drachen unter Kontrolle zu halten unmittelbar nach dem Start.
Jedenfalls war es für Tiefi, Daniel, Thomas und mich klar, dass wir den konventionellen Bergstart den Vorzug geben und ließen uns zur Talstation des Sesselliftes bringen. Für € 6 brachte dieser uns auf 1050 m wo schon ca, 30 Drachen aufgebaut waren.
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Meinem Schrecken musste ich feststellen, dass ich mich über eine Rampe in die Tiefe stürzen muss und die Tatsache das zwischendurch Rückenwind herrschte machte es noch spannender. Aber im Nachhinein betrachte war es eine feine Sache, so ein Rampenstart. Leider war mit Thermik nicht viel los, zumindest die, die da war bin ich nicht erfolgen, aber dafür eine Außenlandung hingelegt – ist ja auch was!!!
Am Landeplatz zurück, haben Daniel und ich das einzig richtige an dem herrlichen Tag gemacht:
Wir haben uns jeder mit einer Blonden in die Sonne gelegt, auf dem Foto leider nicht zu sehen. Gemeint sind zwei „kühle Blonde“ sprich Weißbier um allen Missverständnisse vorzubeugen. So im Liegestuhl liegend ließen wir den Nachmittag ausklingen bis uns der Hunger zu Bewegung zwang, denn die Mädels wollten Pizza. „ I hob a Pizzaria da hinten in der Ortschoft gsegn“ Dies war der Satz der uns aus dem Liegestuhl zwang.
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Verzweifelt auf der Suche nach Nahrung vor einer geschlossenen Pizzeria stehend machte sich auch unter den Mädles Verzweiflung breit. Aber Wiffzack Daniel, anfangs noch ratlos ums Auto rotierend, vergewaltigte dann im selben sitzend mein Navi. Irgendwie hat er dem Ding sämtliche umliegenden Pizzerias rausgeprügelt.
Skeptisch folgte ich der Stimme aus dem Auto und siehe da am Ende doch eine Pizzeria in der wir noch dazu vorzüglich speisten. In lustigen Beisammensein klingte der Abend gemütlich aus.
Sonntags dann, hat es sich mein Junior die Gelegenheit nicht nehmen lassen mit Erich eine Runde mit der Moze zu drehen.
Chrisi war die Begeisterung ins Gesicht geschrieben „ da hintn hama an Sturzflug gmocht und dann sama so komisch aufstolt um die Kurvn gflogen! So geil!!!! Vermutlich hat er eine Steilkurve gemeint. Andrea (seine Mutter) verlor linear zur Schilderung des Kleinen die Gesichtsfarbe. Aber unser Erich ist ja ein erfahrener Pilot.
Es war eine schöne Veranstaltung und viele Top Drachenpiloten waren vor Ort, Friesenbichler aus Graz ehemaliger Europameister, Karina Schwiegershausen amtierend Weltmeisterin im Drachenfliegen um nur einige zu nennen.
Noch was muss ich loswerden, im Zuge des Festes gab es eine Siegerehrung eines Streckencups der vom ansässigen Club Veranstaltet wurde ähnlich unserem. Geflogen wurden FAI Dreiecke jenseits der 250 km und dass Preisgeld darf ich jetzt nicht sagen, muss ich erst den Boss fragen ob ich dass veröffentlichen darf J Nur so viel - lässt uns blas aussehen! Aber Geld ist nicht alles oder?
Jedenfalls mir hat das Meeting gut gefallen, coole Leute, traumhaftes Wetter, tolle Landschaft, einfach eine lockere Atmosphäre wie es eigentlich sein sollte. Also mit mir ist nächstes Jahr wider zu rechnen, und vielleicht beherrsch ich das Schleppen bis dahin auch.
See you there
Gruß Wolfi





